Pu Erh Tee

Zur Zeit der Ming und Qing Dynastien im 17. Jahrhundert wurde die traditionelle Teeherstellung in den tropischen Bergen von Südwest-China, dem mysteriösen früheren Königreich Xishuangbanna, weltweit bekannt. Da der so begehrte Tee über weite Distanzen transportiert werden musste, wurde ein Prozess entwickelt, der zu einem gealterten, aber dennoch süßen Geschmack des grünen Tees führte.

Die Bauern trocknen den frisch geernteten Tee in der Sonne, um die Feuchtigkeit zu reduzieren und die Blätter weich zu machen. Dann rollen sie ihn, um für eine verbesserte Fermentierung die Zellstruktur zu brechen, und transportierten ihn dann zum ungefähr 10 Tage weiter nördlich gelegenen Teesammelzentrum in der kleinen Stadt Pu Erh — der bis zum letzten Jahrhundert am südlichsten gelegenen Stadt Chinas.

In Pu Erh wurde der durch die Reise schon leicht fermentierte Tee bedampft, um ihn für die Pressung zu standardisierten Laiben oder Kuchen von genau 49 Lang (entspricht 357g) in Holzformen aufzuweichen. Sieben solcher Laibe (die 7 war im alten China eine bedeutsame Zahl) wurden mit einem Spezialgürtel ausschließlich aus jungen Drachenbambus-Schösslingen zusammengebunden. Diese Spezialgürtel wurden vor dem Transport tropfnass eingeweicht.
So verpackt begann der Tee die über 100 Tage lange Reise nach Lhasa in Tibet, wo der Tee bis heute genutzt wird, um Buttertee herzustellen. Von da aus erreichte er Indien und schließlich auch Europa.


Während der Reise mit Pferden und Ochsen auf gefährlichen Bergwegen wurden die Teeblätter ständig leicht feucht gehalten. Der sich daraus ergebende Kälte-Fermentierungsprozess ist für die Entwicklung des großartigen Geschmacks verantwortlich, der den Tee als Pu Erh Tee weltweit bekannt machte.

Xishuangbanna im Süden der abgelegenen südwest-chinesischen Provinz Yunnan ist die Urheimat der Teepflanze und auch des Pu Erh Tees. In der Prüfektur Pu Erh wird er schon seit etwa 1700 Jahren hergestellt. Die ältesten Teebäume der Welt wachsen hier im Grenzgebiet zu Burma, Laos und Thailand.

Zur Herstellung werden nur die Blätter des Quingmao Baumes, einer Variation der Camelia sinensis, verwendet. Diese Bäume gelten als die Urform von Thea sinensis und sind nicht domestiziert. Der älteste bekannte Baum ist mehr als 1600 Jahre alt und 32 m hoch. Die für die Pu Erh Herstellung verwendeten Teebäume sind 5 bis 9 Meter hoch und wachsen halbwild in einer Höhe zwischen 1000 und 2000 m. Die Pflückerinnen steigen in die hochgewachsenen Bäume und ernten dort mühsam die Blätter.

In den ersten Jahren schmeckt der Pu Erh Tee eher wie exzellenter Grüntee, nämlich lieblich-fruchtig. Erst nach der Reifung über mehrere Jahre entwickelt sich der typische stark erdige Geschmack, der leicht an den Geruch frischer Ackerkrume erinnert. Ähnlich wie Wein wird der Pu Erh Tee im Laufe der Reifung immer besser, milder und medizinisch wertvoller. Raritäten aus bestimmten Anbaugebieten mit einem Alter von mehr als 40 Jahren werden in Hongkong für mehr als 10.000 US$ gehandelt.

Dem Pu Erh Tee wird eine schlankmachende Wirkung nachgesagt. Möglicherweise regt er den Stoffwechsel an. Der Cholesterinspiegel soll gesenkt, die Entschlackung beschleunigt, die Durchblutung verbessert, die Konzentration sowie die Yang Energie im Körper erhöht werden.

Für die Zubereitung empfehlen wir das 2 Kannen Prinzip. Also in einer Kanne den Tee aufbrühen und nach der gewünschten Ziehzeit den Tee in die zweite Kanne gießen, so dass kein Wasser in der ersten Kanne verbleibt. Danach können weitere Aufgüsse gemacht werden. Das Spannende dabei ist, dass sich der Geschmack ständig verändert.

Von wild wachsenden Teebäumen und nach überlieferten Rezepturen hergestellt, bietet Ihnen Ihre Tee & Kräutergalerie eine bisher einmalige Serie von Pu Erh Teelaiben in repräsentativer Geschenkpackung an. Durch eine spezielle Produktionstechnik erhält der Tee ein ausgesprochen fruchtiges und zartes Aroma. Auch ist diese Pu Erh Tee Spezialität ein ideales und ausgefallenes Geschenk für Teekenner und Teeliebhaber.

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