Japan

Gleich dem Abbild der Sonnengöttin blickt Nippon auf eine 2600 Jahre währende Dynastie zurück. Die Sprache hat sich eigenständig entwickelt, das Schriftbild ist stark an die chinesischen Schriftzeichen gelehnt. Trotzdem können identische Schriftzeichen beider Länder unterschiedliche Bedeutungen haben.

Shintoistische Schreine und buddhistische Tempel, Ikebana-Blumentkunst und Tee-Zeremonien stellen die Harmonie von Natur und Mensch her. Tee ist aus dem Leben des Japaners kaum mehr wegzudenken. Berg
Die ersten Teesamen kamen im Jahr 805 n. Chr., durch buddhistische Mönche aus dem Zhi Zhe Ta Tempel, im Tian Tai Shan in der Provinz Zhejiang (China), auf die japanischen Inseln im Raum Ureshino (Saga-Provinz).

Anfangs wurde der Tee nach chinesischem Vorbild noch in eisernen Pfannen geröstet (Kamairi-cha). Später wurde der Tee, bedingt durch die zahlreichen heißen Quellen, unter Wasserdampf hergestellt.

Aufwändige Rollvorgänge und ständiges behandeln mit trockener Hitze während der Verarbeitung geben dem Tee eine entsprechende Süße. Der so entstandene unverwechselbare Charakter findet heute viele Liebhaber.

Pflücker 1 Japan besteht aus vier großen Inseln Honshu (mit Tokyo, Osaka, Nagoya, Kyoto, Kobe, Hiroshima), Hokkaido (im Norden mit Sapporo), Shikoku (vor dem Südteil Honshus) und Kyushu (im Süden mit Fukuoka und Nagasaki). Das japanische Klima ist ähnlich dem in Südeuropa, jedoch ist es in den Bergen recht kühl.

Um die Teepflanzen in den Bergen vor Frost zu schützen, werden auf den Feldern elektronisch betriebene Heißluftventilatoren eingesetzt. In tiefer gelegenen Regionen werden die Pflanzen umgekehrt vor einer zu starken Sonneneinstrahlung geschützt. Dieser Schutz erfolgt durch kurzzeitiges Abdecken der Büsche mit weißen oder schwarzen Netzen.

Je nach Dauer der Abdeckung verlangsamt diese Technik gleichzeitig das Wachstum der Triebe, die dann kräftig und dunkelgrün hervortreten. Die kostbarsten Senchas oder Gyokuros werden fast ausschließlich im Schatten gezogen. Pflücker 2

Je hochwertiger der Tee, desto kleiner ist das Blatt. Viele Kleinteile sind in Japan ein Garant für eine sorgfältige Verarbeitung des Blattes.

Kostbare Tees wie Gyokuro oder hochklassige Senchas werden sorgsam mit der Hand gepflückt. In der Regel wird der Tee jedoch maschinell geerntet. Für die Zubereitung gilt die Faustregel: Je hochwertiger der Tee, desto kühler das Wasser mit dem der Tee übergossen wird.

Weniger als 1% der japanischen Tees werden nach Deutschland exportiert. Dennoch ist Deutschland damit noch größter Importeur japanischer Tees.

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