Formosa Tee

Formosa, die »Wunderschöne«, tauften einst die Portugiesen die, der südchinesischen Stadt Xiamen (Amoy) etwa 200 km vorgelagerte, 36.000km² große Insel.

Gekennzeichnet ist die Insel durch regenreiches, feuchtheißes und subtropisches Klima. Die Landschaft bringt zahlreiche Berge hervor — in Zentral-Taiwan gibt es Erhebungen bis 3997m — und bietet somit ideale Voraussetzungen für den Anbau von Tee.

Triebe Seit dem Jahre 1810 wird Tee kontrolliert angebaut. Die ersten Teepflanzen kamen im Jahre 1650, mit Bauern aus der südchinesischen Provinz Fujian, nach Taiwan. Die ersten Pflanzungen wurden unweit der heutigen Hauptstadt Taipeh angelegt.

Mehr und mehr wurde der Tee der wichtigste Exportartikel für die Insel. Wichtigstes Abnehmerland ist nach wie vor Japan. Die bekanntesten Tees sind zweifelsohne die Oolongs. Je nach Sorte sind diese halbfermentierten Tees zwischen 15% und 70% fermentiert

Tee wird heute vor allem in Zentraltaiwan (Provinz Nantou) angebaut. Hier gedeihen in ausgedehnten Hochtälern in kleinen von Familien bewirtschafteten Pflanzungen, wunderbare Kao-Shan (Hochland) Oolongs.

Grüne Tees wie Pi Lo Chun, Gunpowder, Sencha, Chun Mee oder Lung Ching erobern mehr und mehr die Herzen der Teefreunde. Der schwach anfermentierte Tee Pouchong wird aufgrund seiner hohen Qualität und zarten Süße gerne für die Aromatisierung mit wertvollen Blüten verwendet.


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