Die Natur — Ein wertvolles Geschenk

Juni 2014 | Ludwigsburg | Tee & Kräutergalerie

Schon hat sie angefangen, die helle Jahreszeit, wo alles grünt und blüht. Sind wir jetzt draußen unterwegs sehen wir sie überall: Das Gänseblümchen, das Stiefmütterchen, den Löwenzahn und den Ehrenpreis.

Man schenkt ihnen nicht viel Beachtung, der Löwenzahn ist für den Gartenfreund gar lästiges Unkraut. Aber alle vier sind in der Pflanzenheilkunde beliebte Teezutaten. Diese und noch viele weitere Teekräuter finden Sie das ganze Jahr in Ihrer Tee & Kräutergalerie im Breuningerland.

Bei leichteren Erkrankungen greift man nicht unbedingt zur Chemie, oftmals gibt es natürliche Mittel oder Verhaltensweisen, die ebenfalls helfen können. Das Besondere an den Heilpflanzen ist, dass sie bei leichteren Beschwerden normalerweise ohne Nebenwirkungen helfen können. Sie können auch, nach Absprache mit dem Arzt, eine Behandlung mit modernen Medikamenten unterstützen. Die Kräuterheilkunde und die moderne chemische Medizin sind also nicht Konkurrenten bei der Heilung von Krankheiten, sondern Partner, die gemeinsam zu einer schnelleren Genesung beitragen können.

Das Gänseblümchen beispielsweise ist angenehm weich im Geschmack, mineralienreich, stoffwechselanregend, harntreibend und es fördert die Verdauung. Auch bei Erkrankungen der Haut ist ein Tee aus Gänseblümchen innerlich wie äußerlich angewendet hilfreich. Gänseblümchen (Bellis perennis) Gänseblümchen (Bellis perennis) Marc Ryckaert – commons.wikimedia.org Bei Akne kann man Tee in doppelter Dosierung als Gesichtswasser einsetzen. Inzwischen hat sich auch die Wissenschaft mit dem Gänseblümchen beschäftigt und herausgefunden, dass es Saponine enthält, die zum Beispiel gegen die Frühjahrsmüdigkeit helfen können, oder auch bei einem festsitzenden und schleimigen Husten.

Ebenfalls positive Eigenschaften für die Haut besitzt das wilde Stiefmütterchen. Es enthält Saponine und Flavonide. Diese fördern zusammen den Hautstoffwechsel. Wilde Stiefmütterchen (Viola Tricolor) Wilde Stiefmütterchen (Viola Tricolor) Hans–Martin Scheibner – commons.wikimedia.org Die Heilpflanze weist leicht antientzündliche Eigenschaften auf. Welche Inhaltsstoffe dafür verantwortlich sind, ist noch nicht genau bekannt. Vermutlich spielt die im Kraut enthaltene Salicylsäure eine Rolle. Gerbstoffe und Salicylate lindern Schmerz und Juckreiz. In der äußerlichen Anwendung unterstützen die Pflanzenschleime den hautheilenden Prozess. Bei Kindern kann es bei Milchschorf und Windeldermatitis angewendet werden. Aber auch bei Husten kann Stiefmütterchen mit seiner schleim– und krampflösenden Wirkung helfen.

Löwenzahn hat seine Hauptwirkung im Leber und Gallenbereich, es ist ein Ausleitungsmittel zur Entgiftung über die Leber. Dafür verantwortlich sind die Bitterstoffe. Neben der Leber werden auch die Nieren angeregt. Auch setzt man aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe den Löwenzahn bei Kreislaufproblemen ein. Er hat eine reinigende Wirkung auf den gesamten Organismus. Wer den leicht bitteren Geschmack des Löwenzahns nicht mag und dennoch die harntreibende Wirkung möchte, dem sei die Kräuterteemischung »Gebirgskräuter« empfohlen. Hier finden sich neben Löwenzahn noch Brennnessel und Grüner Hafer, die ebenfalls entwässernd wirken. Für den guten Geschmack befinden sich zwei verschiedene Minzsorten in dieser beliebten Kräuterteemischung: Pfefferminze und Nanaminze.

Wie wir alle kannte auch schon Maria Treben (Hausfrau, die ihr Leben den Heilpflanzen widmete) das Problem mit der Hektik des Alltags (das Wort Stress gab es da noch nicht), und sie empfahl neben dem allseits bekannten Baldrian, Hopfen und Johanniskraut zum Beispiel den Ehrenpreis gegen schwache Nerven, Unruhe und Zittern, eben dem, was den Stress auslöst.

Nun noch ein paar Tipps zur Zubereitung von Kräutertees:

Kräutertees sollte man immer abgedeckt ziehen lassen, sonst verflüchtigen sich leicht die ätherischen Öle. Normalerweise nimmt man für Erwachsene 1–2 gestrichene Teelöffel pro Tasse (150–200 ml). Für Kinder wird die Menge halbiert, bei Kleinkindern oder Säuglingen geviertelt oder geachtelt.
Die übliche Tagesmenge für einen Heilpflanzentee beträgt 2–3 Tassen. Eine Heilkräuterteekur dauert in der Regel 3–6 Wochen, denn die erwünschte Wirkung wird häufig nur bei regelmäßiger und länger andauernder Anwendung erreicht.
Nach 6 Wochen sollte man eine Pause einlegen.

Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ernsthafte Erkrankungen natürlich in die Hand eines Arztes gehören! Sollten sich die Beschwerden nach wenigen Tagen nicht bessern oder sogar verschlechtern, sollten Sie also unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Hier können Sie Gänseblümchen, Stiefmütterchen und Löwenzahn bestellen.

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